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Mobilitätsagentur Stadt Land Rad in der Modellregion Stettiner Haff – Förderung
der Radverkehrsmobilität unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft
Von Dezember 2008 bis November 2010 hat das Bundesministerium für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung das Vorhaben „Mobilitätsagentur Stadt Land Rad in der Modellregion Stettiner Haff“
gefördert. Die Modellregion - bestehend aus den Landkreisen Ostvorpommern und Uecker-Randow (Stand 2010)
- ist eine der vier Regionen, die im Rahmen des Modellvorhabens Demografischer Wandel
von der Bundesregierung unterstützt wurden.
Aufgabenstellung:
Voraussetzung für einen demografischen Wandel ist eine gute Erreichbarkeit von zentralen Einrichtungen
der Daseinsvorsorge und darüber hinaus. Das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel bietet eine kostengünstige
und selbstbestimmte Form der Mobilität, unabhängig vom Anlass, vom Alter oder von den finanziellen
Möglichkeiten. Fahrradverkehr bietet die Chance, die Erreichbarkeit auch dann zu sichern,
wenn die Wege immer länger werden und eine ÖPNV-Versorgung wirtschaftlich nicht mehr tragfähig ist.
Der Fahrradverkehr leistet hier einen ergänzenden Beitrag im Umweltverbund Fuß-Rad-ÖPNV, insbesondere
für mobilitätseingeschränkte Personen, Senioren, Kinder und Jugendliche im Alltags- wie Freizeitverkehr.
Aufgabe war es, eine regional agierende Mobilitätsagentur Stadt Land Rad in Ergänzung zu den Kommunen,
aber auch zu Bundes- und Landesweiten Netzwerken aufzubauen, die langfristig lokale Netzwerke organisiert
und die Kümmererfunktion für den Radverkehr vor Ort übernimmt.
Wissenschaftliche und technische Methoden:
Voraussetzung für die dauerhafte Tragfähigkeit ist die Zusammenarbeit mit Dienstleistern aus dem
öffentlichen und privaten Bereich, aber auch, Bürgerinnen und Bürger sowie partizipierende Fokusgruppen
aktiv als Partner und Kunden einzubinden. Um in der Modellregion Stettiner Haff eine Mobilitätsagentur
aufzubauen, wurden daher Kommunalvertreter, Interessensverbände, Dienstleister und Bürger der
Landkreise Uecker-Randow und Ostvorpommern akquiriert und in Facharbeitsgruppen und Stammtischen
eingebunden und zur selbständigen Fortsetzung geschult.
Erzielte Ergebnisse, Nutzen, wirtschaftliche Verwertbarkeit:
Die Mobilitätsagentur Stadt Land Rad wurde konkret am Standort Ueckermünde (Landkreis Uecker-Randow)
als Moderations-, Kontakt- und Beratungsstelle für Bürger und Touristen umgesetzt, um Radverkehrsmaßnahmen
besser zu vernetzen und Schulungsangebote, Fahrradtouren oder Serviceangebote besser zu vermarkten.
Eine wesentliche Funktion der Mobilitätsagentur ist die Organisation der Radmitnahme in Bussen und Bahnen
sowie die Organisation der Fahrradabstellmöglichkeiten an Bushaltestellen, Bahnhöfen und
regionalen Einrichtungen. Wirtschaftliche Kernangebote, wie Fahrradverleih und -reparatur ergänzt um
wirtschaftliche Zusatzangebote anderer Branchen, bilden die Basis einer Mobilitätsagentur, um die
Eigenwirtschaftlichkeit und damit die Nachhaltigkeit langfristig zu sichern. Im Rahmen des Projektes ist
nun ein Handbuch entstanden, das nicht nur abschließend die konkreten Projekterfahrungen am Beispiel der
Modellregion Stettiner Haff beschreibt und bewertet, sondern allgemein übertragbare Erfahrungen zum Aufbau
einer Mobilitätsagentur Stadt Land Rad voranstellt.
Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
(Auftraggeber) (2010): Forschungsvorhaben FE-Nr. 70.0836/2008.
Mobilitätsagentur Stadt Land Rad in der Modellregion Stettiner Haff.
Anlage zum Abschlussbericht. Handbuch zum Aufbau einer
Mobilitätsagentur Stadt Land Rad in der Modellregion Stettiner Haff.
Berlin.
Download: FE_Nr_70.0836_2008_Mobilitätsagentur_Stadt_Land_Rad-Anlage_Handbuch_zum Abschlussbericht
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